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Nachhaltige und resiliente Kultivierung von Insekten für den innovativen Einsatz in der Futter- und Lebensmittelherstellung (reKultI4Food)

Projektleitung: Dr. Christian Lambertz, FiBL Deutschland e.V.

Hochwertige tierische Proteine können in der Schweine- und Geflügelfütterung sowie in der Aquakultur nur schwer durch pflanzliche Proteine ersetzt werden. Durch den Einsatz von Insektenprotein könnte die Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung signifikant verbessert werden. Insbesondere, wenn die Erzeugung des Insektenproteins auf Neben- und Restströmen aus der Lebensmittelproduktion erfolgt. Entsprechend lassen sich dadurch Lücken in Nährstoffkreisläufen schließen. Bislang gestaltet sich eine wirtschaftliche Produktion von Insektenprotein jedoch schwierig, da die Produktions- und Aufbereitungsverfahren für Insektenprotein noch nicht mit konventionellen Proteinfuttermitteln wie Fischmehl oder Soja konkurrieren können. Zudem ist das Mehrwert-Potenzial der Insekteninhaltsstoffe bisher kaum ausgeschöpft. Das Projekt reKultI4Food hat das Ziel wissenschaftliche Beiträge zu leisten, um zukünftige Proteindefizite zu minimieren und dabei die Nachhaltigkeit der Nahrungsmittelproduktion zu verbessern, sowie die wirtschaftliche Rentabilität von Insektenprotein zu erhöhen. Im Fokus steht die für Futter- und Lebensmittelproduktion vielversprechende Schwarze Soldatenfliege, Hermetia illucens. Im Projekt werden folgende Teilziele verfolgt:

1) ein besseres Verständnis der Nährstoffverwertung und Nährstoffbedürfnisse der Insektenlarven,

2) die Verbesserung einer nachhaltigen Insektenproduktion durch die Verwertung von Neben- und Restströmen der Lebensmittelproduktion,

3) detaillierte Erkenntnisse zu mikrobiologischen Kenngrößen, die im Rahmen der Produktion von Insektenprotein für Verbraucher und Behörden relevant sind und

4) die Evaluation des Einsatzes von Insektenprotein in einem innovativen Praxisversuch zur Fütterung in der Aquakultur (Garnelen).

Das Projektkonsortium